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Fragen und Antworten zu Homöopathie, Globuli, Anamnese

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Hier finden Sie Antworten auf häufig auftauchende Fragen zur Homöopathie und Naturheilkunde.
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Wenn Sie Antworten auf bestimmte Fragen hier vermissen, trage ich sie gern nach, wenn Sie mich kurz benachrichtigen.


Warum bekommen nicht alle von einer Krankheit Betroffenen das gleiche Mittel?

Homöopathie ist Individualtherapie. Sie behandelt nicht einfach eine Krankheit, sondern eine Krankheit einer bestimmten Person. Wenn zehn Menschen an Grippe erkranken, bedeutet das zunächst nur, daß die Symptome, die die Krankheit katalogisieren grob übereinstimmen. Aber jeder Grippepatient unterscheidet sich in ganz individuellen Punkten von allen anderen. Die klassische Homöopathie berücksichtigt diese Individualität sehr stark, weshalb eine Medikamentenverordnung stets für den einzelnen Menschen gilt.

Was sind Komplexmittel und wie sind sie einzuschätzen?

Manche Homöopathen verordnen so genannte "Komplexmittel". Dahinter steht die Hoffnung, dass ein Bestandteil dieser komplexen Zusammensetzung den Fall schon heilen werde. Prinzip der klassischen Homöopathie ist aber die Verordnung des "unum remedium", eines einzigen Mittels. Dieses eine, den besonderen Symptomen des Patienten ähnliche Mittel wird durch die Anamnese ermittelt. Der Einsatz von Komplexmitteln weicht dieser individuellen Ermittlung aus, die doch gerade die Stärke der homöopathischen Medizin ausmacht.

Kann man auch chronische Krankheiten homöopathisch behandeln?

Sowohl akute als auch chronische Krankheiten können sehr gut homöopatisch behandelt werden. Tritt bei der Behandlung einer chronischen Krankheit zusätzlich eine akute in den Vordergrund, wird der Homöopath die Behandlung der chronischen Krankheit zunächst unterbrechen und die Einnahme des dafür gedachten Arzneimittels so lange aussetzen, bis die Akutkrankheit vollständig abgeklungen ist.

Wo kann ich mich noch eingehender über Homöopathie informieren?

Hier empfehle ich Ihnen besonders die Webseite der Deutschen Gesellschaft für miasmatische Homöopathie (DGMH): www.dgmh.org

Wo liegen die Grenzen der Homöopathie?

Wie jede Heilmethode hat natürlich auch die klass. Homöopathie nach Hahnemann ihre Grenzen. Grundsätzlich kann sie nur dort Heilung oder Linderung erreichen, wo dies physiologisch überhaupt möglich ist. Irreversible Organveränderungen können auch mit der Homöopathie nicht rückgängig gemacht werden.

Einige Beispiele hierzu:
Ein Organ ist ganz oder beinahe völlig zerstört.
Beispielsweise kann die Schilddrüse aufgrund bestimmter Erkrankungen, durch Operationen oder Bestrahlung so geschädigt sein, das praktisch kein funktionsfähiges Gewebe mehr vorhanden ist. Hier muss eine Substitutionsbehandlung beginnen, d.h. Schilddrüsenhormone müssen unter Umständen von aussen zugeführt werden, da der Körper sie nicht mehr selber produzieren kann.
Bei einem Beinbruch haben sich die Bruchstücke gegeneinander verschoben, sie müssen natürlich gerichtet und chirurgisch versorgt werden.
Allerdings kann die Homöopathie in solchen Fällen helfen, eine verbesserte Wundheilung zu erreichen und das Entzündungsrisiko zu verringern.

Worin besteht der Unterschied zwischen Homöopathie und Pflanzenheilkunde?

Die Homöopathie hat in ihrem Arzneischatz zwar auch viele Pflanzen, ist jedoch nicht darauf beschränkt. So kommen viele andere Stoffe aus der belebten und unbelebten Natur zum Einsatz, wie Mineralien, Metalle, Stoffe tierischen Ursprungs usw.
Der Unterschied zur Phytotherapie besteht in der völlig anderen Anwendung, die so gut wie keine Gemeinsamkeiten aufweist. Der wesentliche Unterschied ist wohl, dass die Homöopathie ihre Arzneimittel nach den von Hahnemann gefundenen Naturgesetzen anwendet („Similia similibus curentur“ – Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt).

Was versteht man unter "Potenzierung"?

Hahnemann entwickelte, zunächst angetrieben durch den Wunsch, die starken Reaktionen auf die Gaben roher Arzneisubstanzen zu verringern, ein eigenes Verfahren zur Herstellung von Arzneimitteln und führte diese nach jahrelangen Experimenten in die Homöopathie ein.
Die Arzneien werden stufenweise verdünnt und zwischen jedem Verdünnungsschritt verrieben bzw. verschüttelt. Im Gegensatz zu dem weit verbreiteten Irrtum, es handle sich lediglich um eine Verdünnung, kommt der Verreibung bzw. dem Verschütteln eine große Bedeutung zu. Erst dadurch, zusammen mit der Verdünnung, wird die Arzneikraft in vollem Maße erschlossen.
Die Verdünnung erfolgt mit den arzneilich neutralen Substanzen Alkohol oder Milchzucker. Bei der ersten Verdünnungsstufe (z.B. im Verhältnis 1:100) wird 1 Teil des Arzneistoffes mit 100 Teilen Milchzucker oder Alkohol verschüttelt bzw. verrieben, das Ergebnis ist die C1. Dann wird im selben Verhältnis weiter verdünnt, wieder verrieben bzw. verschüttelt, so bekommt man die C2 usw. Es wird also nicht einfach nur verdünnt !
Es gibt in der klass. Homöopathie drei verschiedene Verfahren zur Potenzierung mit je unterschiedlichen Verdünnungsschritten:

D (Dezimal)-Potenzen - Verdünnung 1:10
C (Centisimal)-Potenzen - Verdünnung 1:100
Q oder LM (Quinquagintamillesimal) - Verdünnung 1:50.000

Wie lange sind homöopathische Mittel haltbar?

Homöopathische Globuli (Zuckerkügelchen) sind praktisch unbeschränkt haltbar, sofern sie nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden und bei üblichen Temperaturen (Grenze etwa 60°, vorsichtig geschätzt) aufbewahrt bleiben. Globuli überstehen auch Detektoren an Flughäfen und Transport im Flugzeug. Hierbei sollte man dennoch einen entsprechenden Strahlenschutz (z.B. von hama) um die homöopathischen Mittel legen.
Bei neueren homöopathischen Mitteln finden Sie ein Verfallsdatum aufgedruckt, welches Sie nicht weiter zu kümmern braucht. Es wurde von Gesundheitsfunktionären erfunden und ist allenfalls gut fürs Geschäft, mit Homöopathie hat es nichts zu tun.
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